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Was man nicht hat ...

Oh je oh je...
Da habe ich mich entschlossen einen Blog zu starten, um meine Gedanken niederzuschreiben und seitdem hatte ich nicht mehr das Bedürfnis. Und wenn ich es doch hatte, dann war es in meinem Bett, als der Computer schon lange wieder aus war.

Aber diese Gedanken waren dann ja "eh nicht so wichtig" und hatten "Zeit bis morgen". Kennt ihr diese Gedanken? Das völlig absichtlich falsche Einschätzen der eigenen Sorgen. Ist doch irgendwie abartig. Wieso liege ich in meinem Bett, fühle mich schlecht und stufe das - MEIN wohlergehen - als 'nicht so wichtig' ein. Das Wohlergehen der Persönlichkeit sollte über allem anderen stehen. Es ist okay, wenn man seine Probleme nicht auf andere Leute abladen möchte, da sie selbst schon genug haben. Aber es ist alles andere als gut, wenn man sich selbst vollkommen vernachlässigt.

Was hat es für einen Sinn, für alle nur die Starke zu sein, an der alles abprallt. Woher soll jemand wissen, dass etwas nicht stimmt, wenn man es so gut in sich verstecken kann, dass es niemand sieht? Und was, wenn es doch jemanden gibt, der durch dich hindurch sehen kann und ganz genau weiß, wie es in deinem Innern aussieht. Würdet ihr euch diesem Menschen anvertrauen? Ich wüsste nicht, was ich tun werde.

In meinem Leben gibt es einen Menschen. Einen einzigen Menschen, dem ich alles anvertraue. Wirklich alles. [Nein, es ist nicht mein Freund. Viel mehr war es meine Freundin, bis vor einem Monat. Aber ich will euch hier nicht mit meinem verkorksten Liebesleben langweilen. Das interessiert eh niemanden.] Wenn ich mich einsam fühle, die Nähe vertrauter Personen suche, nach Aufmerksamkeit geradezu schreie, und niemand etwas gegen dieses tiefsitzende Gefühl unternimmt, so weiß ich, dass es einen Menschen gibt, der mir hilft. Ein Mensch, dem ich all meine Sorgen aufbürden kann. Jemand, der mich aufbaut, wenn ich unten bin. Jemand, der nicht möchte, dass ich so werde, wie er selbst ist.

Solche Menschen sind wichtig. Auch wenn es mir ein wenig zu denken gibt. Zeichnet das Freunde nicht aus? Dass sie einem Helfen und dass sie für einen da sind, wenn es einem schlecht geht. Doch da stellt sich mir die Frage: Woher sollen Freunde wissen, dass es einem schlecht geht, wenn man nicht den Anschein erweckt?

Ich war noch nie ein Mensch, der zu irgendjemandem gegangen ist und Mitleid wollte. Schon immer war ich eine gute Zuhörerin, die es nur durch ihre Art schafft, andere wieder aufzuheitern, die Ängste zu nehmen, aufzubauen... [das sagen zumindest meine Freunde von mir ] Und das bedeutet mir sehr viel. Aber irgendwann, bin ich an einem Punkt angelangt. An dem Punkt an dem ich da saß und mich fragte, wer ist für MICH da? Wem kann ICH alles erzählen? Wer baut MICH auf?
Und im Moment bin ich an wieder so einem Punkt angelangt. Ich weiß nicht wo ich mich wohl fühle, bei wem ich geborgen bin, was ich will und wonach ich verlange. Ziemlich viele Dinge, denen man sich bewusst sein sollte, oder?
Es stimmt mich traurig, keine Antwort auf diese Fragen zu wissen. Ich fühle mich nur noch bei einer gewissen Gruppe von Menschen wohl, und auch nur dann, wenn die Aufmerksamkeit mehr oder weniger mir gilt. Ich bin auch kein Mensch, der gerne im Mittelpunkt steht, aber ich liebe und brauche die Aufmerksamkeit von Menschen, die mir Nahe stehen. Nur dadurch weiß ich, dass ich noch etwas besonderes bin. So oft, passiert es mir, dass ich überhört werde (vielleicht, weil ich eine leise Stimme habe, was mir selbst allerdings nicht so auffällt), wenn dann auch noch meine Freunde mich überhören, fange ich an Angst zu bekommen.

Ich weiß, irgendwie ist dieser Gedanke komplett idiotisch. Aber ich würde fast wetten, dass jeder Mensch- jeder einzelne Mensch auf diesem Planeten Gedanken in diese Richtung pflegt. Ich behaupte nicht, dass jeder Mensch Angst hat von seinen Freunden überhört zu werden. Aber genauso wenig kann ich mir vorstellen, dass es einen Menschen auf der Welt gibt, der aus tiefster Überzeugung von sich sagt "Ich brauche keine Freunde. Es geht mir viel besser ohne sie! Mir geht es gut, wenn ich alleine bin."
Daran kann und will ich nicht glauben.

Wenn ich mich in unbehaglichen Situationen befinde und meine Schüchternheit wieder Besitz über mich ergreift, frage ich mich, wovor ich mich fürchte. Wo ist denn nun der Unterschied, ob ich mich zu Wort melde und etwas sage, oder es jemand anderes tut? Ob es nun die simple Frage nach der Uhrzeit ist, oder das Nachfragen in einem Geschäft, eine ehrliche Kritik an einen Mitmenschen...

Ich weiß schon gar nicht mehr, worauf ich überhaupt hinaus wollte. Ich glaube die Hauptaussage dieser Absätze ist, dass Freunde wichtig sind. Dass man sie braucht und sich überwinden muss (oder sollte), ihnen alles anzuvertrauen. Und erst, wenn man an einem Punkt angelangt ist, an dem man sich seinen (engsten) Freunden voll und ganz öffnen kann, kann man ein zutiefst glücklicher Mensch sein/werden. Einen Menschen zu haben, das ist gut. Aber zwei Menschen zu haben.. oder sogar drei, ist viel besser. Es ist vielleicht ein sehr blöder Vergleich, aber stellt euch vor der eine Mensch, der immer für euch da war ist auf ein mal weg. Und dann? Dann seid ihr alleine. Wenn ihr jedoch eine Gruppe von Menschen habt, denen ihr euch anvertrauen könnt, dann ist es nicht mehr ganz so dramatisch, wenn einer nicht mehr da ist. Dann ist man nämlich nicht alleine. Ich weiß nicht wie vielen da draußen es genau so geht wie mir. Ich weiß nicht mal, ob überhaupt jemand in etwa das Gleiche denkt wie ich. Aber das ist mir sowieso egal.
Wie ich in der Einleitung zu diesem Blog bereits gesagt hatte: Dieser Blog ist für mich, nicht für die zufälligen Leser.

Der Tag war anstrengend und ich glaube es reicht mal an Lesestoff, den ich hinterlassen habe Morgen wartet ein langer Tag auf mich, und der Sonntag wird früh beginnen. Also werde ich mich an dieser Stelle von euch verabschieden. Ich wünsche euch allen eine gute Nacht

Lg

LimpPalms23

4.9.09 22:11

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